Externer Link zu:
Jury des „BigBrotherAward:
·
FoeBuD e.V. (Verein
zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs)
·
Rena Tangens und padeluun vom FoeBuD e.V., FoeBuD
·
Chaos Computer Club [CCC],
·
Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft [Fitug],
·
Werner Hülsmann,
Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung [FIfF],
· Humanistische Union HU sowie
· RA Dr. Rolf Gössner, seit 2003 für die Internationale Liga für Menschenrechte ILMR.
Bisherige Verleihungen/Preisträger, Laudationes
von Rolf Gössner:
BigBrotherAwards 2002
BigBrotherAwards 2004 Laudatio
BigBrotherAwards 2005 Pressemitteilung Laudatio Presseecho
BigBrotherAwards 2006 Pressemitteilung Laudatio Presseecho
BigBrotherAwards 2007 (sämtliche Laudationes) Presseecho
von Rolf Gössner (Liga):
BigBrotherAwards 2008 (sämtliche Laudationes) Presseecho
von Rolf Gössner (Liga): Laudatio auf EU-Ministerrat wegen EU-Terrorliste (Langfassung) dokumentiert in:
BigBrotherAwards 2009 (sämtliche Laudationes) Presseecho
von Rolf Gössner: Laudatio auf den ehemaligen Bundesinnenminster Dr. Wolfgang Schäuble (Lifetime-Award), dokumentiert in:
BigBrotherAwards 2011 (sämtliche Laudationes) Foto klein - Foto groß - Presseecho
Laudatio von Rolf Gössner auf den Nds. Innenminister Uwe Schünemann (CDU)
wegen des Einsatzes einer Mini-Überwachungsdrohne während der Castor-Proteste 2010
Zum zweiten Mal konnte das Publikum bei den BigBrotherAwards entscheiden, welcher der Preisträgerinnen und Preisträger den Publikumspreis erhalten soll.
Das Ergebnis der Publikumswahl verteilte sich sehr gleichmäßig auf die Preisträger, passend zur Einschätzung der Jury, der es in der letzten Auswahlrunde sehr schwer gefallen war, die Preiskandidaten von vierzig auf acht zu reduzieren.
Den Publikumspreis gewann mit äußerst knappem Vorsprung die Generalbundesanwältin Monika Harms – für ihre Antiterror-Maßnahmen gegen Gegner des G8-Gipfels im Mai 2007 (Laudator: Dr. Rolf Gössner).
Auch in diesem Jahr haben wir das Publikum bei der Preisgala eingeladen, einen „Gewinner“ auszuwählen, der sie besonders „beeindruckt, erstaunt, verschüttert, oder empört, ...“ hatte.
Mit deutlichem Abstand ausgewählt wurde der Europäische Ministerrat, der für die von ihm von ihm verantwortete EU-Terrorliste ausgezeichnet worden war (Laudator: Dr. Rolf Gössner).
[Update]:
Den Publikumspreis der deutschen Big Brother Awards, eine Live-Abstimmung aller
Besucher der Preisverleihung in Bielefeld, gewann der EU-Ministerrat.
Aufgerufen, den Preisträger zu nennen, der besonders auffiel oder verstörte,
entschied sich die Mehrheit für die EU-Terrorliste. Nachhaltig beeindruckte die
Laudatio
von Rolf Gössner, Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte. Er
schilderte, wie die Aufnahme in die Terrorliste dem Ausradieren der
bürgerlichen Existenz eines Verdächtigen gleichkommt (Heise online 25.10.2008).
2009
17.10.2009 14:57
Auch in diesem Jahr haben wir die Tradition fortgesetzt, unser Publikum zu fragen, welcher Preis sie besonders „beeindruckt, erstaunt, verschüttert, empört, ...“ hatte.
Mit gut einem Drittel der abgegebenen Stimmen entschied das Publikum, dass Wolfgang Schäuble nicht nur den Preis in der Kategorie „Lebenswerk“, sondern auch den Publikumspreis redlich verdient hat (Laudator: Dr. Rolf Gössner www.bigbrotherawards.de/2009/.life.
Der
BigBrotherAward Deutschland wurde im
Jahr 2000 ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und
Datenschutz zu fördern. Der Preis wird jährlich an Behörden, Firmen und
Einzelpersonen verliehen, die besonders gegen den Datenschutz verstoßen – mit anderen
Worten: die sich in besonderer Weise um die Verletzung der Privatsphäre von
Bürgerinnen und Bürgern "verdient" gemacht haben. Damit soll auf den
missbräuchlichen Gebrauch von Technik und Informationen aufmerksam gemacht und
das abstrakte Thema Datenschutz durch konkrete Beispiele anschaulich und
allgemein verständlich gemacht werden.
Die
Preise werden in den folgenden Kategorien vergeben: Arbeitswelt und Firmen,
Politik und Behörden/Verwaltung, Verbraucherschutz und Kommunikation sowie der
Lifetime Award für das „Lebenswerk“. Der Name des Preises ist George Orwells
negativer Utopie "1984" entnommen, in der der Autor bereits Ende der
vierziger Jahre seine Vision einer zukünftigen Gesellschaft entwarf, die
unter totaler Überwachung steht. Die BigBrotherAwards gibt es derzeit in 14
Ländern – in zwölf europäischen und zwei nicht-europäischen, u.a. in
Frankreich, Großbritannien, Österreich, Schweiz, USA und Kanada.
Die
Verleihung der deutschen Big-Brother-Awards
erfolgt in diesem Jahr zum vierten Mal – traditionellerweise im Herbst in
Bielefeld. Eine Jury wählt die Preisträger aus den eingegangenen Nominierungen
aus. In Deutschland werden sie vom FoeBuD e.V. (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs)
organisiert. In der ehrenamtlichen Jury arbeiten folgende Gruppen und Personen:
Rena Tangens und padeluun vom FoeBuD
e.V., Dr. Thilo Weichert von der Deutschen
Vereinigung für Datenschutz, Frank Rosengart vom Chaos Computer Club, der Journalist Patrick Goltzsch vom Förderverein Informationstechnik und Gesellschaft,
Peter Bittner vom Forum InformatikerInnen
für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung, Dr. Fredrik Roggan für
die Humanistische Union sowie RA Dr. Rolf Gössner, jetzt für die Internationale Liga für Menschenrechte.
Der
BigBrotherAward soll das Bewusstsein für das Grundrecht auf Privatheit – und
die wachsende Gefahr ihrer Verletzung – schärfen, sowohl in der Öffentlichkeit
als auch auf Seiten der Preisgekrönten. In den vergangenen drei Jahren ist dies
den Initiatoren gelungen, die Preisverleihungen fanden ein großes mediales
Echo. Big-Brother-Awards erhielten
beispielsweise Ex-Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) für seine sogenannten
Sicherheitspakete ("Otto-Kataloge") und für sein Lebenswerk, das Scoringverfahren der Informa GmbH, die Payback-Karte,
das Bundeskriminalamt für die sog. Gewalttäter-Datei „Links“, das
Bundesverwaltungsamt für das Ausländerzentralregister, der hessische
Innenminister Bouffier stellvertretend für die Ausweitung der Rasterfahndung,
die Bundesagentur für Arbeit für inquisitorische Fragebögen
(Hartz IV/ALG II) etc..
Informationen
unter: www.bigbrotherawards.de
Nominierungen
jeweils bis Ende August eines jeden Jahres an:
BigBrotherAwards-Jury, c/o FoeBud e.V., Marktstr. 18,
33602 Bielefeld,
Tel. 0521 – 175254; Fax 0521 – 61172